Dienstag, 07. Februar 2012
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Unser Schulhof

Was der Schulhof erzählen könnte ...

Erinnerungen unserer ersten Sekretärin Frau Reim

Er würde sich natürlich an die letzten Jahrzehnte am besten erinnern. 1806 ist schon sehr lange her. So abwechslungsreich, wie er den Schulkindern heute zur Verfügung steht, mit Sport- und Spielgeräten und Ruheinseln, gibt es ihn erst seit den letzten beiden Jahrzehnten.
Nach dem 2. Weltkrieg wurden im Winter die kleinen Bunker neben der Baracke, die mit Erde und Gras abgedeckt waren, zum Rodeln und Hätscheln von den kleineren Kindern genützt.

Besonders gerne erinnert er sich an die Sommerfeste. Viele verschiedene Vorführungen mit Musik, Tanz und Wettspielen. Und bei den Festen unter dem Motto Rumänien und Türkei kamen Frauen in Tracht und haben auf heißen Steinen Fladen gebacken und verteilt. Einmal fuhr ein echtes Feuerwehrauto aus Buch mit Besatzung zu unserem Sommerfest.

Viel Spaß gab es auch bei Luftballonwettbewerben. 1984 hat der Wind einige Ballons bis nach Österreich und über den Brenner nach Südtirol und Trient geblasen.

Der Schulhof hat schon viele Tiere gesehen. Nicht nur den Hund vom Hausmeister. Zu Unterrichtszwecken kam ein Fürther Polizist mit Schäferhund, zum Sommerfest Bauer Lehneis mit seinen Pferden und ein Ponygespann aus dem Knoblauchsland.

Die große Schau boten zwei Kamele, Fathma und Ali aus Reichenschwand samt Treibern, die Frau Scheck-Langer zum 50. Geburtstag von Frau Braune bestellt hatte. Erst durften das Geburtstagskind und dann die Kinder reiten. Ein Bär, gefährlich anzuschauen, entpuppte sich dann als verkleideter Jüngling.

Der Besuch des „Museums im Koffer“ war immer beliebt. Einmal wurde ein alter Herd geschürt und das Essen wie zu Zeiten der Großeltern zubereitet, ein anderes Mal war Waschtag, richtig wie früher. Und dann wurde noch ein Kaufladen der Vergangenheit aufgebaut und damit „gearbeitet“. Die Kinder waren begeistert.

Für viel Aufregung, zum Glück mit gutem Ausgang, sorgte 1990 ein Bombenalarm in der Schule. Um die Schüler nicht zu erschrecken, hieß die Durchsage:
„Alle Schüler und Lehrer sofort zum Schulgarten.“
In einem Schüleraufsatz der 4b war später zu lesen:
„Wir rannten mit unserer Lehrerin zum kleinen Wäldchen. Gott sei Dank war es ein Fehlalarm. Aber die Polizei war da und die Rektorin hatte furchtbare Angst. Die Maler, die im Schulhaus arbeiteten, sind drin geblieben und wären vielleicht tot geworden“.

Ja und 1992, nach den Osterferien, wurde durch den Elternbeirat sogar zu einer Versammlung im Hof aufgerufen. Man wollte der Schule die 5. und 6. Klassen „wegnehmen“, nur weil das Kultusministerium es gern gesehen hätte. Das Motto: „Gemeinsam sind wir stark“ vereinte Eltern, Schüler und Lehrer.

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